Teilprojekte
Teilprojekt BNE+
BNE+ (Bildung für Nachhaltige Entwicklung plus) ist ein Teilprojekt des Projekts Lehrplan 21. Eine nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können. Bereits heute werden viele Themen aus der nachhaltigen Entwicklung in den Schweizer Schulen gelehrt. Es geht dabei um ökologische, ökonomische und soziale Fragestellungen.
Ziel von BNE+ ist es, sicherzustellen, dass die überfachlichen Themen Demokratie und Menschenrechte, Gender und Gleichstellung, Gesundheit, globale Entwicklung und Frieden, kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung, Umwelt und Ressourcen sowie Wirtschaft und Konsum im Lehrplan 21 integriert sind. Dabei geht es nicht um die Einführung neuer Fachbereiche, sondern um die kohärente und angemessene Einbindung in die Struktur des Lehrplans. Dies geschieht über einen Leitfaden BNE+, der allen Fachbereichteams als Vorlage für die Erarbeitung des Lehrplans mitgegeben wird. Das Teilprojekt BNE+ wird von Bund und den deutschsprachigen Projektkantonen finanziert.
Teilprojekt Graubünden
Der Kanton Graubünden will den Lehrplan 21 für den ganzen Kanton nutzen. Das bedeutet einerseits, dass für den dreisprachigen Kanton zusätzliche Lehrplanteile für Romanisch und Italienisch entwickelt werden müssen. Andererseits wird der Lehrplan 21 nach seiner Fertigstellung 2014 ins Romanische und Italienische übersetzt. Der Kanton Graubünden hat deshalb dem Lehrplanprojekt den Auftrag erteilt, in einem Teilprojekt Graubünden die zusätzlichen Lehrplanteile zu erarbeiten.
Die Lehrplanteile werden auf Wunsch des Kantons Graubünden in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrplanprojekt und Vertreterinnen und Vertretern des Kantons ausgearbeitet. Die Mitglieder des Teilprojekts Graubünden sind Teil des Fachbereichteams Sprachen. In diesem Team wird der gesamte Sprachbereich gestützt auf die Didaktik der Mehrsprachigkeit koordiniert entwickelt. In der Erarbeitung stützen sich die Teams auf bestehende Lehrpläne und sprachpolitische Referenzdokumente der Schweiz sowie des Europarats.
Das Teilprojekt wird vom Kanton Graubünden finanziert und im Rahmen der Projektorganisation des Erarbeitungsprojekts abgewickelt. Die im Projektmandat des Projekts Lehrplan 21 beschriebenen Zuständigkeiten der Projektorgane gelten auch für das Teilprojekt Graubünden.
Teilprojekt Latein
Die D-EDK Plenarversammlung hat beschlossen, dass Latein als Teil einer gymnasialen Vorbildung auf der Sekundarstufe I gelten muss und damit im Grundsatz nicht Gegenstand des Lehrplans 21 ist. Gleichzeitig wurde entschieden, dass ein Teilprojekt Latein lanciert und ein Lehrplan Latein erarbeitet werden kann, wenn mehrere Kantone dies wünschen und finanzieren.
Die Kantone Aargau, Appenzell-Innerrhoden, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Luzern und Schaffhausen haben entschieden, gemeinsam einen Lehrplan Latein zu erarbeiten.
Die Arbeiten des Teilprojekts Latein erfolgen in zwei Schritten. In einem ersten Schritt werden die Rahmenbedingungen und die generellen Zielsetzungen des Lateinunterrichts an der Volksschule erarbeitet. In dieser Phase wird das Team Latein von Mitgliedern der Begleitgruppe der beteiligten Kantone unterstützt. Sobald die Klärungen erfolgt sind, erarbeitet das Team Latein in einem zweiten Schritt den Lehrplan Latein.
Die Arbeiten am Lehrplan Latein dauern von Mai 2011 bis voraussichtlich Januar 2013 (bis zur Erreichung des 3. Meilensteins).
Das Teilprojekt Latein wird von den beteiligten Kantonen finanziert. Die im Projektmandat des Projekts Lehrplan 21 beschriebenen Zuständigkeiten der Projektorgane gelten auch für das Teilprojekt Latein.
